Dokumentenmanagement (DMS) für Anwaltskanzlei

Kurze Antwort

Für Anwaltskanzlei sind in der Kategorie Dokumentenmanagement (DMS) derzeit 5 Produkte im Verzeichnis erfasst, insgesamt führt die Kategorie 5 Einträge. Alle Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten, Stand 10.09.2026. Preise nennen wir nur, wo der Hersteller sie selbst veröffentlicht.

5Produkte für Anwaltskanzlei
5Produkte in der Kategorie gesamt
167.547zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte

Der Markt für Dokumentenmanagement (DMS) ist auch für Anwaltskanzlei unübersichtlich, weil Anbieter mit sehr unterschiedlichem Zuschnitt nebeneinander stehen. Diese Übersicht sortiert nach dem, was sich belegen lässt.

Revisionssichere Ablage, Versionierung und Volltextsuche für geschäftliche Dokumente. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Dokumentenmanagementsystem, Archivierung, ECM.

Ein Dokumentenmanagementsystem lebt von der Indizierung: Dokumente bekommen Metadaten, über die sie später wiedergefunden werden. Volltextsuche ergänzt das, ersetzt es aber nicht. In steuerlich oder berufsrechtlich regulierten Bereichen kommt die revisionssichere Aufbewahrung hinzu, also der technisch durchgesetzte Schutz vor Änderung und vorzeitiger Löschung. Die Einführung scheitert selten an der Software und häufig an fehlenden Ablageregeln.

Anbieter im Überblick

Dokumentenmanagement (DMS) für Anwaltskanzlei mit Betriebsart und Preismodell
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
AdvoluxHaufe-Lexware GmbH & Co. KGCloud + lokalab 63 € / Monat10.09.2026
advowareSepteo Legal Solutions Deutschland GmbHCloud + lokalab 110 € / Monat10.09.2026
RA-MICRORA-MICRO Software AGCloud + lokalauf Anfrage10.09.2026
RenostarRenostar GmbH & Co. KGCloud + lokalab 99 € / Monat10.09.2026
DATEVDATEV eGCloud + lokalauf Anfrage10.09.2026

Aktuell sind 5 der 5 Produkte dieser Kategorie mit Bezug zu Anwaltskanzlei geführt. Erfahrungsgemäß kommen bei einer konkreten Ausschreibung ein bis zwei weitere Anbieter dazu, die regional oder über Partner vertreiben und deshalb online wenig sichtbar sind.

Die Reihenfolge folgt der dokumentierten Eignung für Anwaltskanzlei und danach dem Namen. Es gibt keine bezahlte Platzierung. Was hinter den Spalten steht, erklärt die Seite Quellen und Methodik.

Advolux

Kanzleisoftware aus dem Haufe-Lexware-Umfeld, wahlweise als Cloud- oder Serverinstallation. Der Hersteller nennt Staffelpreise nach Lizenzzahl sowie Schnittstellen zu DATEV und zur eigenen Buchhaltung.

Advolux ist eines der wenigen Systeme dieser Kategorie mit offen ausgewiesener Preisstaffel nach Lizenzzahl, was den Vergleich erleichtert. Der Hersteller nennt ausdrücklich Schnittstellen zu DATEV und zur eigenen Buchhaltungslinie, was für Kanzleien mit ausgelagerter Buchführung relevant ist. Betrieben werden kann es wahlweise in der Cloud oder auf einem Server in der Kanzlei.

Advolux im Detail · Advolux für Anwaltskanzlei · Alternativen zu Advolux

advoware

Kanzleisoftware für kleinere und mittelgroße Kanzleien und Notariate, verfügbar in der Cloud und auf dem Kanzleiserver. Die Editionen unterscheiden sich unter anderem in Buchhaltung und DATEV-Export.

advoware richtet sich laut Hersteller an kleinere und mittelgroße Kanzleien sowie an Notariate. Die Editionsstaffelung ist ungewöhnlich transparent: Buchhaltung mit DATEV-Export ist erst ab der mittleren Stufe enthalten, was beim Preisvergleich zu beachten ist. Der Anbieter gehört inzwischen zur Septeo-Gruppe, das Produkt ist unter dem alten Namen aber weiterhin am Markt.

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RA-MICRO

Kanzleisoftware mit Akten-, Fristen- und Gebührenverwaltung. Der Hersteller stellt es Kanzleien wahlweise in der Cloud oder auf eigener Hardware bereit und nennt eine kostenfreie Einzelplatzvariante sowie eine Starterlizenz für Berufseinsteiger.

Innerhalb der Kanzleisoftware gehört RA-MICRO zu den lang etablierten Systemen mit großem Funktionsumfang und entsprechend hoher Einarbeitungsschwelle. Bemerkenswert ist die Wahlfreiheit beim Betrieb: Der Hersteller stellt Cloud und Installation im eigenen Haus gleichberechtigt nebeneinander, was in dieser Kategorie nicht selbstverständlich ist. Ein Listenpreis wird nicht veröffentlicht; Interessierte werden auf den Bestellweg verwiesen.

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Renostar

Kanzleisoftware für Anwalts- und Notarkanzleien, angeboten als browserbasierte Cloud sowie als lokale Installation. Der Hersteller nennt einen Listenpreis je Lizenz.

Renostar deckt nach Herstellerangaben Anwalts-, Notar- und Wirtschaftskanzleien ab und wird sowohl browserbasiert als auch als lokale Installation angeboten. Der genannte Listenpreis je Lizenz macht eine erste Kalkulation möglich, ohne ein Angebot einholen zu müssen. Eine DATEV-Anbindung ist auf der Herstellerseite nicht ausgewiesen, was bei ausgelagerter Buchführung nachzufragen wäre.

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Worauf es bei der Auswahl ankommt

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Was vorgeschrieben ist

RVG

Die Abrechnung folgt dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Software rechnet Gebührentatbestände regelmäßig automatisiert.

Fristen

Fristversäumnisse sind der häufigste Haftungsfall. Fristenkalender mit Vorfrist und Kontrollmechanismus gehören zum Kern jeder Kanzleisoftware.

Preise und Preismodelle

Von den 5 hier erfassten Produkten nennen 3 einen öffentlichen Einstiegspreis. Das ist im B2B-Umfeld normal: Viele Hersteller kalkulieren nach Nutzerzahl, Modulen und Laufzeit und geben deshalb keinen Listenpreis heraus. Wir tragen keine geschätzten Werte ein, sondern lassen die Angabe offen und verlinken auf den Hersteller.

  • Advolux: ab 62,93 € pro Monat und Lizenz zzgl. MwSt.
  • advoware: Cloud-Edition ab 109,80 € pro Nutzer und Monat zzgl. MwSt.
  • Renostar: 99 € zzgl. MwSt. pro Monat und Lizenz, Rabatt bei Jahreszahlung

Für einen belastbaren Vergleich lohnt die Rechnung über drei bis fünf Jahre statt über den Monatspreis. Einrichtung, Datenübernahme, Schulung und Wartung verschieben das Bild oft deutlicher als die Lizenzkosten selbst.

Woher die Angaben stammen

Alle hier gezeigten Merkmale sind Herstellerangaben, keine Messwerte. Wir haben die Programme nicht installiert und nicht über einen längeren Zeitraum im Echtbetrieb geprüft. Wo wir von Einordnung sprechen, meinen wir Recherche.

Aufgenommen wird ein Produkt, wenn es in einer der geführten Branchen tatsächlich eine Rolle spielt und sich Hersteller sowie Grundangaben öffentlich nachprüfen lassen. Eine Zahlung ist weder Voraussetzung noch Hindernis.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Die Regeln, nach denen hier erfasst, geprüft und korrigiert wird, sind auf der Methodikseite offengelegt. Quellen und Methodik

Worauf zu achten ist

Notieren Sie vor den Gesprächen drei Dinge, die das System zwingend können muss. Ohne diese Liste entscheidet sonst die beste Präsentation.

Fragen und Antworten

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Weiterlesen

Die Liste oben ist ein Ausgangspunkt, kein Ergebnis. Welche Lösung für einen konkreten Betrieb trägt, entscheidet sich an den Anschlüssen und an der täglichen Bedienung.

Die Angaben wurden am 10.09.2026 gegen die Herstellerquellen geprüft. Preise und Funktionen können sich ändern; maßgeblich ist die jeweilige Herstellerseite.

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