Kanzleisoftware für Anwaltskanzlei

Kurz gefasst

Für Anwaltskanzlei sind in der Kategorie Kanzleisoftware derzeit 6 Produkte im Verzeichnis erfasst, insgesamt führt die Kategorie 8 Einträge. Alle Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten, Stand 10.09.2026. Preise nennen wir nur, wo der Hersteller sie selbst veröffentlicht.

6Produkte für Anwaltskanzlei
8Produkte in der Kategorie gesamt
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Anwaltskanzlei arbeitet unter eigenen Vorgaben, und die schlagen auf die Auswahl im Bereich Kanzleisoftware durch. Diese Seite beschreibt den Markt und die Kriterien, an denen sich Angebote unterscheiden lassen.

Zentrale Akten-, Fristen- und Abrechnungssoftware für Rechtsanwalts- und Steuerkanzleien. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Anwaltssoftware, Kanzleimanagement, Legal Practice Management.

Kanzleisoftware unterscheidet sich von allgemeiner Bürosoftware durch den Fallbezug: Alles hängt an der Akte, nicht am Dokument. Dazu kommen Anforderungen, die sich schlecht aus Einzelwerkzeugen zusammensetzen lassen, etwa die Anbindung des elektronischen Postfachs, eine belastbare Fristenkontrolle und die Abrechnung nach Gebührenrecht. Der Markt teilt sich grob in etablierte Systeme mit langer Historie und lokalem Betrieb und in neuere, rein cloudbasierte Anbieter.

Anbieter im Überblick

Kanzleisoftware für Anwaltskanzlei, sortiert nach Eignung und Name
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
ActaportdokSAFE GmbHCloudab 79 € / Monat10.09.2026
AdvoluxHaufe-Lexware GmbH & Co. KGCloud + lokalab 63 € / Monat10.09.2026
advowareSepteo Legal Solutions Deutschland GmbHCloud + lokalab 110 € / Monat10.09.2026
RA-MICRORA-MICRO Software AGCloud + lokalauf Anfrage10.09.2026
RenostarRenostar GmbH & Co. KGCloud + lokalab 99 € / Monat10.09.2026
DATEVDATEV eGCloud + lokalauf Anfrage10.09.2026

Hier stehen 6 Produkte, die Kategorie Kanzleisoftware umfasst insgesamt 8. Diese Lücke ist ein Ergebnis unserer Aufnahmeregel und nicht des Marktes: Erfasst wird nur, was sich beim Hersteller öffentlich belegen lässt.

Die Reihenfolge folgt der dokumentierten Eignung für Anwaltskanzlei und danach dem Namen. Es gibt keine bezahlte Platzierung. Was hinter den Spalten steht, erklärt die Seite Quellen und Methodik.

Actaport

Rein cloudbasierte Kanzleisoftware mit Hosting in Deutschland. Der Hersteller veröffentlicht Tarife je Nutzer und listet Zusatzmodule wie Mandantenportal und API separat.

Actaport ist unter den hier erfassten Kanzleisystemen das konsequenteste Cloud-Produkt: Eine lokale Installation wird nicht angeboten. Das vereinfacht den Betrieb und bindet zugleich vollständig an den Anbieter. Die Preise sind je Nutzer öffentlich ausgewiesen, allerdings sind mehrere Funktionen wie Mandantenportal und API als kostenpflichtige Zusatzmodule geführt, was in die Gesamtrechnung gehört.

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Advolux

Kanzleisoftware aus dem Haufe-Lexware-Umfeld, wahlweise als Cloud- oder Serverinstallation. Der Hersteller nennt Staffelpreise nach Lizenzzahl sowie Schnittstellen zu DATEV und zur eigenen Buchhaltung.

Advolux ist eines der wenigen Systeme dieser Kategorie mit offen ausgewiesener Preisstaffel nach Lizenzzahl, was den Vergleich erleichtert. Der Hersteller nennt ausdrücklich Schnittstellen zu DATEV und zur eigenen Buchhaltungslinie, was für Kanzleien mit ausgelagerter Buchführung relevant ist. Betrieben werden kann es wahlweise in der Cloud oder auf einem Server in der Kanzlei.

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advoware

Kanzleisoftware für kleinere und mittelgroße Kanzleien und Notariate, verfügbar in der Cloud und auf dem Kanzleiserver. Die Editionen unterscheiden sich unter anderem in Buchhaltung und DATEV-Export.

advoware richtet sich laut Hersteller an kleinere und mittelgroße Kanzleien sowie an Notariate. Die Editionsstaffelung ist ungewöhnlich transparent: Buchhaltung mit DATEV-Export ist erst ab der mittleren Stufe enthalten, was beim Preisvergleich zu beachten ist. Der Anbieter gehört inzwischen zur Septeo-Gruppe, das Produkt ist unter dem alten Namen aber weiterhin am Markt.

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RA-MICRO

Kanzleisoftware mit Akten-, Fristen- und Gebührenverwaltung. Der Hersteller stellt es Kanzleien wahlweise in der Cloud oder auf eigener Hardware bereit und nennt eine kostenfreie Einzelplatzvariante sowie eine Starterlizenz für Berufseinsteiger.

Innerhalb der Kanzleisoftware gehört RA-MICRO zu den lang etablierten Systemen mit großem Funktionsumfang und entsprechend hoher Einarbeitungsschwelle. Bemerkenswert ist die Wahlfreiheit beim Betrieb: Der Hersteller stellt Cloud und Installation im eigenen Haus gleichberechtigt nebeneinander, was in dieser Kategorie nicht selbstverständlich ist. Ein Listenpreis wird nicht veröffentlicht; Interessierte werden auf den Bestellweg verwiesen.

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Worauf es bei der Auswahl ankommt

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Gesetzlicher Rahmen

RVG

Die Abrechnung folgt dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Software rechnet Gebührentatbestände regelmäßig automatisiert.

Fristen

Fristversäumnisse sind der häufigste Haftungsfall. Fristenkalender mit Vorfrist und Kontrollmechanismus gehören zum Kern jeder Kanzleisoftware.

Kosten realistisch einschätzen

Von den 6 hier erfassten Produkten nennen 4 einen öffentlichen Einstiegspreis. Das ist im B2B-Umfeld normal: Viele Hersteller kalkulieren nach Nutzerzahl, Modulen und Laufzeit und geben deshalb keinen Listenpreis heraus. Wir tragen keine geschätzten Werte ein, sondern lassen die Angabe offen und verlinken auf den Hersteller.

  • Actaport: Starter ab 79 € pro Nutzer und Monat, Professional 101 bis 129 €
  • Advolux: ab 62,93 € pro Monat und Lizenz zzgl. MwSt.
  • advoware: Cloud-Edition ab 109,80 € pro Nutzer und Monat zzgl. MwSt.
  • Renostar: 99 € zzgl. MwSt. pro Monat und Lizenz, Rabatt bei Jahreszahlung

Für einen belastbaren Vergleich lohnt die Rechnung über drei bis fünf Jahre statt über den Monatspreis. Einrichtung, Datenübernahme, Schulung und Wartung verschieben das Bild oft deutlicher als die Lizenzkosten selbst.

Woher die Angaben stammen

Jede Angabe hier hat eine Adresse, an der sie sich nachlesen lässt. Das ist der eigentliche Zweck dieser Seiten: nicht zu behaupten, was gut ist, sondern nachvollziehbar zu machen, was belegt ist und was nicht.

Kein Anbieter kann sich in dieses Verzeichnis einkaufen und keiner sich herauskaufen. Wo Provisionen möglich sind, steht das an der jeweiligen Seite, ohne Einfluss auf Aufnahme oder Reihenfolge.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Wie der Finder filtert und was die Eignungsstufen bedeuten, ist unter Quellen und Methodik im Einzelnen beschrieben. Quellen und Methodik

Gut zu wissen

Prüfen Sie, wie schnell gesetzliche Änderungen im Standard ankommen. Bei regulierten Themen ist das wichtiger als jede Zusatzfunktion.

Fragen und Antworten

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

In der Nähe dieses Themas

Sinnvoll ist der Vergleich über eine Laufzeit von mehreren Jahren statt über den Monatspreis. Einrichtung, Schulung und Wartung verschieben das Bild deutlich.

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 10.09.2026. Wir sind mit keinem der genannten Anbieter verbunden und veröffentlichen keine Nutzerbewertungen.