Branchen im Verzeichnis

Kurz gefasst

Das Verzeichnis führt derzeit 5 Branchen mit eigener Software-Landschaft. Zu jeder Branche gehören die relevanten Software-Kategorien, die erfassten Produkte und die Marktzahl der zuständigen Kammer oder des Verbands.

Warum das Verzeichnis nach Branchen sortiert

Software wird selten für „Unternehmen" gebaut, sondern für einen bestimmten Ablauf. Eine Kanzlei braucht Fristenkontrolle und Gebührenabrechnung, ein Restaurant eine fiskalisch konforme Kasse, eine Spedition die Anbindung an Frachtenbörsen und Telematik. Deshalb ist die Branche hier die erste Sortierebene und nicht die Funktion.

Die zweite Ebene sind die Software-Kategorien. Sie beschreiben die Funktion und gelten teils branchenübergreifend: Dokumentenmanagement gibt es in der Kanzlei wie in der Spedition. Erst die Kreuzung aus beidem ergibt die Seiten, auf denen konkrete Produkte stehen.

Wie eine Branche in das Verzeichnis kommt

Aufgenommen wird eine Branche erst dann, wenn drei Dinge belegt sind: eine Marktzahl aus einer Kammer- oder Verbandsstatistik mit Stand-Datum, die für das Gewerk relevanten Software-Kategorien und mindestens einige Produkte, deren Angaben sich beim Hersteller nachprüfen lassen. Solange das nicht steht, erscheint die Branche nicht, auch wenn sie inhaltlich naheliegt.

Aufgenommen wird ein Produkt, wenn es in einer der geführten Branchen tatsächlich eine Rolle spielt und sich Hersteller sowie Grundangaben öffentlich nachprüfen lassen. Eine Zahlung ist weder Voraussetzung noch Hindernis.

Wir führen bewusst weniger Merkmale, als technisch möglich wäre. Eine Tabelle mit vierzig Spalten, von denen dreißig leer sind, sieht gründlich aus und hilft bei keiner Entscheidung.

Was auf einer Branchenseite steht

Jede Branchenseite beginnt mit der Marktzahl der zuständigen Kammer oder des Verbands, jeweils mit Quelle und Stichtag. Darunter stehen der regulatorische Rahmen, also die Vorschriften, die auf die Softwareauswahl durchschlagen, und die Software-Kategorien, die für dieses Gewerk zählen. Am Ende folgt die Liste der erfassten Produkte mit Betriebsart, Preismodell und Prüfdatum.

Von der Branchenseite führen die Wege weiter zu den Kombinationsseiten aus Branche und Kategorie. Dort steht, welche Produkte für genau diese Aufgabe in genau diesem Gewerk erfasst sind, was das Gesetz verlangt und welche Fragen vor einem Anbietergespräch geklärt sein sollten.

Fragen, die in jeder Branche gleich sind

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Bei Ausschreibungen taucht die Softwareauswahl häufig als Muss-Kriterium auf, ohne dass der tatsächliche Bedarf beziffert wäre. Es hilft, den eigenen Umfang vorher zu schätzen: Wie viele Vorgänge pro Woche, wie viele Beteiligte, welche Ausnahmen. Danach sieht die Anforderung oft anders aus.

Wer in Betriebe eine Entscheidung im Bereich Branchensoftware vorbereitet, kommt mit zwei bis drei Angeboten und einer Testphase mit echten Daten weiter als mit einer langen Marktrecherche.

Hinweis: Diese Übersicht ist redaktionell zusammengestellt und ersetzt kein Angebot. Produktangaben mit Stand 10.09.2026, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.