Software für Steuerberatung

Auf den Punkt

Für Steuerberatung führt dieses Verzeichnis 8 Software-Kategorien und 4 geprüfte Produkte. Die Marktzahl stammt von Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Berufsstatistik 2025. Alle Produktangaben sind gegen die öffentlichen Herstellerseiten abgeglichen.

105.953Mitglieder der Steuerberaterkammern (Stand 2026-01-01)
53.932Steuerberaterpraxen ohne weitere Beratungsstellen
8Software-Kategorien im Verzeichnis
4erfasste Produkte

In der Steuerberatung entscheidet die Anbindung an das gewohnte Rechenzentrum und an die Finanzverwaltung. Belegverarbeitung, Fibu, Lohn und Mandantenportal greifen ineinander.

Software für Unternehmenssoftware wird in Steuerberatung oft dann gewechselt, wenn eine gesetzliche Änderung oder ein Systemende dazu zwingt. Diese Seite hilft, die Auswahl vorher zu strukturieren statt unter Zeitdruck.

Wie groß der Markt ist

Nach der Statistik von Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Berufsstatistik 2025 zählt der Bereich 105.953 Mitglieder der Steuerberaterkammern (Stand: 2026-01-01). Ergänzend weist die Quelle 53.932 Steuerberaterpraxen ohne weitere Beratungsstellen aus. Zuständige Organisation ist Bundessteuerberaterkammer (BStBK), 21 Steuerberaterkammern. Den rechtlichen Rahmen setzen StBerG, StBVV, GoBD.

Offizielle Quelle

Die Marktzahl stammt aus der Statistik von Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Berufsstatistik 2025. Nachprüfbar unter: https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/presse-und-kommunikation/berufsstatistiken/BStBK_Berufsstatistik_2025.pdf

Was vorgeschrieben ist

ELSTER

Übermittlungen an die Finanzverwaltung laufen über die ELSTER-Schnittstelle. Sie ist in Kanzleisoftware Standard, nicht Zusatzausstattung.

GoBD

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Buchführung verlangen unveränderbare Aufzeichnungen und eine Verfahrensdokumentation.

Belegverarbeitung

Der größte Zeitfresser ist der Beleglauf. Automatische Erkennung und Vorkontierung sind der Hebel, an dem sich Systeme heute unterscheiden.

Software-Kategorien für Steuerberatung

Das Angebot im Markt

Produkte mit dokumentierter Eignung für Steuerberatung mit Betriebsart und Preismodell
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
AgendaAgendaCloudauf Anfrage10.09.2026
DATEVDATEV eGCloud + lokalauf Anfrage10.09.2026
NWB NEONWB VerlagCloudauf Anfrage10.09.2026
SimbaSimba Computer Systeme GmbHkeine Angabeauf Anfrage10.09.2026

Auswahlkriterien

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Woher die Angaben stammen

Angaben, die sich widersprechen, lösen wir zugunsten der Herstellerseite auf und vermerken das Prüfdatum. Kommt eine Korrektur von außen, prüfen wir sie ebenfalls gegen die Primärquelle, bevor wir etwas ändern.

Kein Anbieter kann sich in dieses Verzeichnis einkaufen und keiner sich herauskaufen. Wo Provisionen möglich sind, steht das an der jeweiligen Seite, ohne Einfluss auf Aufnahme oder Reihenfolge.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Wer wissen will, wie diese Seiten entstehen und wo ihre Grenzen liegen, findet das unter Quellen und Methodik. Quellen und Methodik

Aus der Praxis

Beziehen Sie die Personen ein, die täglich damit arbeiten. Eine Entscheidung, die nur auf Leitungsebene fällt, rächt sich in der Einführung.

Fragen und Antworten

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Die Liste oben ist ein Ausgangspunkt, kein Ergebnis. Welche Lösung für einen konkreten Betrieb trägt, entscheidet sich an den Anschlüssen und an der täglichen Bedienung.

Passend dazu

Hinweis: Diese Übersicht ist redaktionell zusammengestellt und ersetzt kein Angebot. Produktangaben mit Stand 10.09.2026, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.