Kanzleisoftware für Steuerberatung
Kurze Antwort
Für Steuerberatung sind in der Kategorie Kanzleisoftware derzeit 3 Produkte im Verzeichnis erfasst, insgesamt führt die Kategorie 8 Einträge. Alle Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten, Stand 10.09.2026. Preise nennen wir nur, wo der Hersteller sie selbst veröffentlicht.
Diese Übersicht fasst zusammen, welche Anbieter im Bereich Kanzleisoftware für Steuerberatung dokumentiert sind, welche Betriebsarten sie anbieten und wo öffentlich Preise genannt werden.
Zentrale Akten-, Fristen- und Abrechnungssoftware für Rechtsanwalts- und Steuerkanzleien. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Anwaltssoftware, Kanzleimanagement, Legal Practice Management.
Kanzleisoftware unterscheidet sich von allgemeiner Bürosoftware durch den Fallbezug: Alles hängt an der Akte, nicht am Dokument. Dazu kommen Anforderungen, die sich schlecht aus Einzelwerkzeugen zusammensetzen lassen, etwa die Anbindung des elektronischen Postfachs, eine belastbare Fristenkontrolle und die Abrechnung nach Gebührenrecht. Der Markt teilt sich grob in etablierte Systeme mit langer Historie und lokalem Betrieb und in neuere, rein cloudbasierte Anbieter.
Das Angebot im Markt
| Produkt | Hersteller | Betrieb | Preis | Geprüft |
|---|---|---|---|---|
| Agenda | Agenda | Cloud | auf Anfrage | 10.09.2026 |
| DATEV | DATEV eG | Cloud + lokal | auf Anfrage | 10.09.2026 |
| Simba | Simba Computer Systeme GmbH | keine Angabe | auf Anfrage | 10.09.2026 |
3 Produkte für Steuerberatung, 8 in der Kategorie insgesamt: Diese beiden Zahlen zusammen sagen mehr als jede einzelne. Sie zeigen, wie stark ein Bereich auf ein Gewerk zugeschnitten ist und wie viel Auswahl außerhalb davon besteht.
Dass für Steuerberatung im Bereich Kanzleisoftware nur wenige Produkte erfasst sind, hat meist einen von zwei Gründen: Entweder ist die Aufgabe in diesem Gewerk üblicherweise Teil eines größeren Systems und wird nicht separat beschafft, oder der Markt ist tatsächlich schmal. In beiden Fällen lohnt der Blick auf die vorhandene Systemlandschaft, bevor ein eigenes Produkt gesucht wird.
Ob Kanzleisoftware ein eigenes System braucht oder als Teil einer größeren Lösung mitläuft, ist eine Frage der Betriebsgröße und der Menge. Bei kleinen Mengen ist das Modul im vorhandenen System fast immer der günstigere Weg.
Die Reihenfolge folgt der dokumentierten Eignung für Steuerberatung und danach dem Namen. Es gibt keine bezahlte Platzierung. Was hinter den Spalten steht, erklärt die Seite Quellen und Methodik.
Agenda
Software für Steuerberatung, selbstständige Buchhaltung und Unternehmen. Der Anbieter weist eine Zertifizierung nach Cloud Services Made in Germany sowie GoBD-Konformität aus.
Agenda bedient Steuerberatung, selbstständige Buchhaltung und Unternehmen gleichermaßen und weist eine Zertifizierung nach Cloud Services Made in Germany sowie GoBD-Konformität aus. Nach eigenen Angaben nutzen rund 380.000 Anwenderinnen und Anwender die Programme. Ein öffentlicher Preis wird nicht genannt, stattdessen wird ein unverbindlicher Test angeboten.
Agenda im Detail · Agenda für Steuerberatung · Alternativen zu Agenda
DATEV
Genossenschaftlicher IT-Dienstleister für Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsanwaltschaft mit über 40.000 Mitgliedern. Das Produktumfeld reicht von Rechnungswesen und Lohn bis zu Kanzleiorganisation und Mandantenaustausch.
DATEV ist in der Steuerberatung weniger ein Produkt als eine Infrastruktur: Die Genossenschaft mit über 40.000 Mitgliedern deckt Rechnungswesen, Lohn, Kanzleiorganisation und den Datenaustausch mit Mandanten ab. Das prägt den gesamten Markt, weil viele Vorsysteme in Unternehmen ihre Schnittstelle an diesem Format ausrichten. Preise werden nicht öffentlich als Liste geführt.
DATEV im Detail · DATEV für Steuerberatung · Alternativen zu DATEV
Simba
Software für Steuerkanzleien und Unternehmen mit Schwerpunkt auf Rechnungswesen und automatisierter Belegverarbeitung. Der Hersteller hebt KI-gestützte Buchungsvorschläge hervor.
Simba positioniert sich als Alternative im Umfeld der Steuerkanzleien und adressiert daneben ausdrücklich auch Unternehmen verschiedener Größe. Der Hersteller stellt KI-gestützte Buchungsvorschläge und automatisierte Belegerfassung in den Vordergrund. Zur Betriebsart macht die Herstellerseite keine eindeutige Angabe, weshalb Cloud oder lokale Installation im Gespräch zu klären wären.
Simba im Detail · Simba für Steuerberatung · Alternativen zu Simba
Woran sich Angebote unterscheiden
- Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
- Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
- Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
- Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.
Regulatorische Vorgaben
Belegverarbeitung
Der größte Zeitfresser ist der Beleglauf. Automatische Erkennung und Vorkontierung sind der Hebel, an dem sich Systeme heute unterscheiden.
GoBD
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Buchführung verlangen unveränderbare Aufzeichnungen und eine Verfahrensdokumentation.
Kosten realistisch einschätzen
Von den 3 hier erfassten Produkten nennen 0 einen öffentlichen Einstiegspreis. Das ist im B2B-Umfeld normal: Viele Hersteller kalkulieren nach Nutzerzahl, Modulen und Laufzeit und geben deshalb keinen Listenpreis heraus. Wir tragen keine geschätzten Werte ein, sondern lassen die Angabe offen und verlinken auf den Hersteller.
Für einen belastbaren Vergleich lohnt die Rechnung über drei bis fünf Jahre statt über den Monatspreis. Einrichtung, Datenübernahme, Schulung und Wartung verschieben das Bild oft deutlicher als die Lizenzkosten selbst.
Woher die Angaben stammen
Grundlage jeder Zeile ist die Herstellerseite selbst, nicht eine Zusammenfassung Dritter. Wo eine Angabe dort nicht auffindbar ist, bleibt das Feld leer statt geschätzt. Das führt zu mehr Lücken, aber zu keiner falschen Zahl.
Was hier fehlt, fehlt entweder, weil es uns noch nicht begegnet ist, oder weil sich die Angaben nicht öffentlich prüfen ließen. Hinweise auf fehlende Produkte nehmen wir gern entgegen.
Was in den Spalten steht
- Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
- DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
- Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.
Die Regeln, nach denen hier erfasst, geprüft und korrigiert wird, sind auf der Methodikseite offengelegt. Quellen und Methodik
Ein Hinweis vorab
Klären Sie vor der Auswahl, welche Altdaten wirklich übernommen werden müssen. Häufig genügt ein lesender Zugriff auf das Altsystem und spart erheblichen Migrationsaufwand.
Was oft gefragt wird
Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?
Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.
Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?
Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.
Gibt es kostenlose Lösungen?
Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.
Was passiert bei einem Ausfall?
Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.
Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?
Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.
Passend dazu
Für Steuerberatung lohnt es sich, vor den Anbietergesprächen die eigenen Muss-Kriterien festzuhalten. Ohne diese Liste entscheidet am Ende die überzeugendste Präsentation.
Redaktionelle Einordnung, kein Test unter Laborbedingungen. Stand der Produktangaben: 10.09.2026. Fehler melden Sie uns gern über die Kontaktseite.