Elektronische Patientenakte für Arztpraxis

Kurze Antwort

Für Arztpraxis sind in der Kategorie Elektronische Patientenakte derzeit 2 Produkte im Verzeichnis erfasst, insgesamt führt die Kategorie 2 Einträge. Alle Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten, Stand 10.09.2026. Preise nennen wir nur, wo der Hersteller sie selbst veröffentlicht.

2Produkte für Arztpraxis
2Produkte in der Kategorie gesamt
446.000berufstätige Ärztinnen und Ärzte in Deutschland

Diese Seite listet, welche Software im Bereich Elektronische Patientenakte für Arztpraxis infrage kommt, woher die Angaben stammen und welche Fragen vor einer Entscheidung geklärt sein sollten.

Zugriff auf und Befüllung der elektronischen Patientenakte aus dem Praxissystem. Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen ePA, Patientenakte.

Der Zugriff auf die elektronische Patientenakte erfolgt aus dem Praxissystem heraus. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt im Ablauf: Ist das Einstellen eines Befunds ein Klick im gewohnten Weg oder ein Wechsel in eine separate Oberfläche. Weil die Akte der versicherten Person gehört, kommen Berechtigungsfragen hinzu, die im Praxisalltag sauber abgebildet sein müssen.

Das Angebot im Markt

Elektronische Patientenakte für Arztpraxis im Überblick
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
RED MedicalRED Medical Systems GmbHCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026
tomedoZollsoft GmbHCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026

Hier stehen 2 Produkte, die Kategorie Elektronische Patientenakte umfasst insgesamt 2. Diese Lücke ist ein Ergebnis unserer Aufnahmeregel und nicht des Marktes: Erfasst wird nur, was sich beim Hersteller öffentlich belegen lässt.

Wenige Einträge bedeuten hier vor allem eines: Diese Kombination steht noch am Anfang. Das Verzeichnis wächst in Wellen, und Kategorien mit schmaler Besetzung werden bei der nächsten Erweiterung vorrangig ergänzt.

Anbieter schneiden Elektronische Patientenakte unterschiedlich zu. Zwei Produkte mit derselben Kategoriebezeichnung können deutlich verschiedene Aufgaben abdecken, weshalb der Funktionsvergleich immer am eigenen Ablauf ansetzen sollte.

Die Reihenfolge folgt der dokumentierten Eignung für Arztpraxis und danach dem Namen. Es gibt keine bezahlte Platzierung. Was hinter den Spalten steht, erklärt die Seite Quellen und Methodik.

RED Medical

Cloudbasierte Software für Heilberufe mit eigenem TI-Zugang, ePA-Dienst und Videosprechstunde. Der Hersteller hostet nach eigenen Angaben in Deutschland.

RED Medical ist konsequent cloudbasiert und bündelt Praxissoftware, TI-Zugang, ePA-Dienst und Videosprechstunde beim selben Anbieter. Für Psychotherapie bewirbt der Hersteller ein Komplettpaket, dessen Kosten nach seinen Angaben über die TI-Pauschale der Kassenärztlichen Vereinigung erstattet werden. Wer diese Rechnung prüfen will, sollte sie sich vorab schriftlich geben lassen.

RED Medical im Detail · RED Medical für Arztpraxis · Alternativen zu RED Medical

tomedo

Praxisverwaltungssystem mit Ursprung in der Apple-Welt für Mac, iPad und iPhone, daneben eine Variante für Windows. Der Hersteller nennt TI-Anbindung, E-Rezept, ePA-Unterstützung und einen Offline-Modus.

tomedo kommt aus der Apple-Welt und läuft nativ auf Mac, iPad und iPhone, daneben gibt es eine Variante für Windows. Das ist in dieser Kategorie ein deutliches Unterscheidungsmerkmal und für Praxen mit vorhandener Apple-Ausstattung ein Argument. Der Hersteller nennt TI-Anbindung, E-Rezept und ePA-Unterstützung sowie einen Offline-Modus für den Ausfall der Verbindung.

tomedo im Detail · tomedo für Arztpraxis · Alternativen zu tomedo

Woran sich Angebote unterscheiden

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Regulatorische Vorgaben

Abrechnung

Kassenabrechnung folgt dem EBM, Privatabrechnung der GOÄ. Beides bildet das Praxisverwaltungssystem ab.

ePA

Die elektronische Patientenakte ist Teil der TI-Anwendungen. Praxisverwaltungssysteme müssen den Zugriff abbilden.

Was es kostet

Von den 2 hier erfassten Produkten nennen 0 einen öffentlichen Einstiegspreis. Das ist im B2B-Umfeld normal: Viele Hersteller kalkulieren nach Nutzerzahl, Modulen und Laufzeit und geben deshalb keinen Listenpreis heraus. Wir tragen keine geschätzten Werte ein, sondern lassen die Angabe offen und verlinken auf den Hersteller.

Für einen belastbaren Vergleich lohnt die Rechnung über drei bis fünf Jahre statt über den Monatspreis. Einrichtung, Datenübernahme, Schulung und Wartung verschieben das Bild oft deutlicher als die Lizenzkosten selbst.

Woher die Angaben stammen

Was in den Tabellen steht, ist bewusst schmal gehalten: nur Merkmale, die sich beim Hersteller eindeutig belegen lassen. Weiche Kriterien wie Bedienbarkeit oder Supportqualität lassen sich ohne Praxistest nicht seriös in eine Spalte schreiben, deshalb stehen sie dort nicht.

Ein fehlendes Produkt ist kein Urteil. Es bedeutet nur, dass es uns bisher nicht begegnet ist oder dass sich die nötigen Angaben nicht öffentlich prüfen ließen.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Wie der Finder filtert und was die Eignungsstufen bedeuten, ist unter Quellen und Methodik im Einzelnen beschrieben. Quellen und Methodik

Aus der Praxis

Holen Sie Angebote über eine feste Laufzeit ein, üblich sind drei bis fünf Jahre. Monatspreise verdecken Einrichtungs-, Schulungs- und Wartungskosten.

Häufige Fragen

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Weiterlesen

Bevor ein Wechsel im Bereich Elektronische Patientenakte ansteht, lohnt der Blick auf das bestehende System: Oft sind Funktionen vorhanden, aber nie eingerichtet worden.

Die Angaben wurden am 10.09.2026 gegen die Herstellerquellen geprüft. Preise und Funktionen können sich ändern; maßgeblich ist die jeweilige Herstellerseite.