Kassensystem

Auf den Punkt

Fiskalisch konforme Kasse für Gastronomie und Handel inklusive TSE. Im Verzeichnis sind dazu 4 Produkte erfasst, relevant vor allem für 1 Branchen.

4Produkte in dieser Kategorie
1Branchen mit Bezug

Ein Kassensystem besteht aus Kassensoftware, Endgerät und Backoffice. In der Gastronomie zählen Tischverwaltung, das Splitten von Rechnungen und schnelle Bedienung im Servicebetrieb. Rechtlich ist die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung Pflicht. Beim Preisvergleich sollten Hardware, Softwaremiete, Sicherheitseinrichtung, Zahlungsabwicklung und Support gemeinsam betrachtet werden, weil einzelne günstige Positionen wenig über die Gesamtkosten sagen.

Gebräuchliche Bezeichnungen: POS, Registrierkasse, Kassensoftware.

Eine TSE ist ein zertifiziertes Sicherheitsmodul, das jede Kassenbuchung unveränderbar protokolliert. Elektronische Aufzeichnungssysteme brauchen sie nach der Kassensicherungsverordnung. Ohne TSE ist eine Kasse in Deutschland nicht rechtskonform einsetzbar. Ausführlich im Glossar: TSE (technische Sicherheitseinrichtung)

Das Angebot im Markt

Kassensystem branchenübergreifend, sortiert nach Eignung und Name
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
gastronoviGastronovi GmbH & Co. KGCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026
Lightspeed RestaurantLightspeed CommerceCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026
orderbirdorderbird GmbHCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026
VectronVectron Systems AGCloud + lokalauf Anfrage10.09.2026

Für welche Branchen die Kategorie zählt

Abgrenzung

Kassensystem überschneidet sich funktional mit angrenzenden Bereichen. Wer beides getrennt beschafft, muss die Übergabe zwischen den Systemen definieren, sonst entstehen zwei Datenbestände, die auseinanderlaufen.

Für Betriebe verschiedener Größe hängt die Auswahl im Bereich Kassensystem weniger am Funktionsumfang als an den Anschlüssen: an bestehende Systeme, an gesetzliche Vorgaben, an die Art, wie im Betrieb tatsächlich gearbeitet wird.

Auswahlkriterien

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Woher die Angaben stammen

Die Datenbasis entsteht durch Recherche, nicht durch Fragebögen an die Hersteller. Das hat einen Nachteil, nämlich Lücken bei allem, was nicht öffentlich dokumentiert ist, und einen Vorteil: Jede Angabe lässt sich von außen nachprüfen.

Die Auswahl folgt dem, was in den Betrieben tatsächlich vorkommt, nicht dem Marketingaufwand der Anbieter. Deshalb stehen kleine, spezialisierte Häuser hier neben großen Namen.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Eine ausführliche Darstellung der Datenquellen und der Prüfschritte findet sich auf der Methodikseite. Quellen und Methodik

Ein Hinweis vorab

Fragen Sie konkret nach der Erreichbarkeit des Supports und nach der zugesagten Reaktionszeit. Im Störungsfall zählt das mehr als der Funktionsumfang.

Fragen und Antworten

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Sinnvoll ist der Vergleich über eine Laufzeit von mehreren Jahren statt über den Monatspreis. Einrichtung, Schulung und Wartung verschieben das Bild deutlich.

Redaktionelle Einordnung, kein Test unter Laborbedingungen. Stand der Produktangaben: 10.09.2026. Fehler melden Sie uns gern über die Kontaktseite.