RED Medical vs. tomedo

Das Wichtigste zuerst

Beide Produkte decken denselben Einsatzzweck ab. Die Tabelle stellt die dokumentierten Angaben nebeneinander. Wir küren keinen Sieger: Welche Lösung besser passt, hängt an Betriebsgröße, vorhandenen Systemen und Betriebsart.

Wir vergeben in dieser Gegenüberstellung bewusst keine Punkte. Eine Punktwertung würde eine Vergleichbarkeit suggerieren, die zwischen RED Medical und tomedo bei sehr unterschiedlichem Zuschnitt nicht besteht.

Gegenüberstellung der erfassten Angaben, Stand der Prüfung in der letzten Spalte
MerkmalRED Medicaltomedo
HerstellerRED Medical Systems GmbHZollsoft GmbH
BetriebsartCloudCloud
PreismodellAbo, kein ListenpreisAbo, kein Listenpreis
Preisangabefür Psychotherapie als über die TI-Pauschale erstattetes Komplettpaket beworbenMietmodell nach Arbeitsplatzanzahl, kein Listenpreis veröffentlicht
DATEV-Schnittstellekeine Angabekeine Angabe
Mobile Nutzungkeine Angabedokumentiert
KI-Funktionenkeine Angabegenannt
Geprüft am10.09.202610.09.2026

RED Medical

Cloudbasierte Software für Heilberufe mit eigenem TI-Zugang, ePA-Dienst und Videosprechstunde. Der Hersteller hostet nach eigenen Angaben in Deutschland.

RED Medical ist konsequent cloudbasiert und bündelt Praxissoftware, TI-Zugang, ePA-Dienst und Videosprechstunde beim selben Anbieter. Für Psychotherapie bewirbt der Hersteller ein Komplettpaket, dessen Kosten nach seinen Angaben über die TI-Pauschale der Kassenärztlichen Vereinigung erstattet werden. Wer diese Rechnung prüfen will, sollte sie sich vorab schriftlich geben lassen.

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tomedo

Praxisverwaltungssystem mit Ursprung in der Apple-Welt für Mac, iPad und iPhone, daneben eine Variante für Windows. Der Hersteller nennt TI-Anbindung, E-Rezept, ePA-Unterstützung und einen Offline-Modus.

tomedo kommt aus der Apple-Welt und läuft nativ auf Mac, iPad und iPhone, daneben gibt es eine Variante für Windows. Das ist in dieser Kategorie ein deutliches Unterscheidungsmerkmal und für Praxen mit vorhandener Apple-Ausstattung ein Argument. Der Hersteller nennt TI-Anbindung, E-Rezept und ePA-Unterstützung sowie einen Offline-Modus für den Ausfall der Verbindung.

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Woran sich die Entscheidung festmacht

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Woher die Angaben stammen

Die Zuordnung eines Produkts zu Kategorien und Branchen folgt der Selbstbeschreibung des Herstellers und dem dokumentierten Funktionsumfang. Sie ist eine Einordnung des Einsatzzwecks und ausdrücklich keine Bewertung der Qualität.

Die Auswahl folgt dem, was in den Betrieben tatsächlich vorkommt, nicht dem Marketingaufwand der Anbieter. Deshalb stehen kleine, spezialisierte Häuser hier neben großen Namen.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Welche Statistiken hinter den Marktzahlen stehen und in welchem Turnus sie erscheinen, steht unter Quellen und Methodik. Quellen und Methodik

Aus der Praxis

Fragen Sie konkret nach der Erreichbarkeit des Supports und nach der zugesagten Reaktionszeit. Im Störungsfall zählt das mehr als der Funktionsumfang.

Häufige Fragen

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Wo mehrere Systeme nebeneinander laufen, entscheidet weniger das einzelne Produkt als die Frage, wie sauber die Übergaben zwischen ihnen definiert sind.

Branchen-Software ist ein unabhängiges redaktionelles Angebot und kein Hersteller. Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten und wurden zuletzt am 10.09.2026 abgeglichen. Verbindlich ist die Auskunft des jeweiligen Anbieters.