Actaport vs. DATEV
Auf den Punkt
Beide Produkte decken denselben Einsatzzweck ab. Die Tabelle stellt die dokumentierten Angaben nebeneinander. Wir küren keinen Sieger: Welche Lösung besser passt, hängt an Betriebsgröße, vorhandenen Systemen und Betriebsart.
Die Zeilen zeigen ausschließlich Merkmale, die sich bei beiden Anbietern nachprüfen lassen. Weiche Kriterien wie Bedienbarkeit oder Supportqualität lassen sich zwischen Actaport und DATEV ohne Praxistest nicht seriös vergleichen.
| Merkmal | Actaport | DATEV |
|---|---|---|
| Hersteller | dokSAFE GmbH | DATEV eG |
| Betriebsart | Cloud | Cloud + lokal |
| Preismodell | ab 79 € / Monat | auf Anfrage |
| Preisangabe | Starter ab 79 € pro Nutzer und Monat, Professional 101 bis 129 € | keine Angabe |
| DATEV-Schnittstelle | keine Angabe | dokumentiert |
| Mobile Nutzung | keine Angabe | keine Angabe |
| KI-Funktionen | keine Angabe | keine Angabe |
| Geprüft am | 10.09.2026 | 10.09.2026 |
Actaport
Rein cloudbasierte Kanzleisoftware mit Hosting in Deutschland. Der Hersteller veröffentlicht Tarife je Nutzer und listet Zusatzmodule wie Mandantenportal und API separat.
Actaport ist unter den hier erfassten Kanzleisystemen das konsequenteste Cloud-Produkt: Eine lokale Installation wird nicht angeboten. Das vereinfacht den Betrieb und bindet zugleich vollständig an den Anbieter. Die Preise sind je Nutzer öffentlich ausgewiesen, allerdings sind mehrere Funktionen wie Mandantenportal und API als kostenpflichtige Zusatzmodule geführt, was in die Gesamtrechnung gehört.
DATEV
Genossenschaftlicher IT-Dienstleister für Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsanwaltschaft mit über 40.000 Mitgliedern. Das Produktumfeld reicht von Rechnungswesen und Lohn bis zu Kanzleiorganisation und Mandantenaustausch.
DATEV ist in der Steuerberatung weniger ein Produkt als eine Infrastruktur: Die Genossenschaft mit über 40.000 Mitgliedern deckt Rechnungswesen, Lohn, Kanzleiorganisation und den Datenaustausch mit Mandanten ab. Das prägt den gesamten Markt, weil viele Vorsysteme in Unternehmen ihre Schnittstelle an diesem Format ausrichten. Preise werden nicht öffentlich als Liste geführt.
Woran sich die Entscheidung festmacht
- Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
- Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
- Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
- Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.
Woher die Angaben stammen
Jede Angabe hier hat eine Adresse, an der sie sich nachlesen lässt. Das ist der eigentliche Zweck dieser Seiten: nicht zu behaupten, was gut ist, sondern nachvollziehbar zu machen, was belegt ist und was nicht.
Aufgenommen wird ein Produkt, wenn es in einer der geführten Branchen tatsächlich eine Rolle spielt und sich Hersteller sowie Grundangaben öffentlich nachprüfen lassen. Eine Zahlung ist weder Voraussetzung noch Hindernis.
Was in den Spalten steht
- Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
- DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
- Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.
Wie der Finder filtert und was die Eignungsstufen bedeuten, ist unter Quellen und Methodik im Einzelnen beschrieben. Quellen und Methodik
Worauf zu achten ist
Klären Sie vor der Auswahl, welche Altdaten wirklich übernommen werden müssen. Häufig genügt ein lesender Zugriff auf das Altsystem und spart erheblichen Migrationsaufwand.
Häufige Fragen
Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?
Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.
Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?
Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.
Gibt es kostenlose Lösungen?
Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.
Was passiert bei einem Ausfall?
Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.
Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?
Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.
Wo mehrere Systeme nebeneinander laufen, entscheidet weniger das einzelne Produkt als die Frage, wie sauber die Übergaben zwischen ihnen definiert sind.
Branchen-Software ist ein unabhängiges redaktionelles Angebot und kein Hersteller. Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten und wurden zuletzt am 10.09.2026 abgeglichen. Verbindlich ist die Auskunft des jeweiligen Anbieters.