Telematik und Fuhrpark
Das Wichtigste zuerst
Ortung, Fahrzeugdaten und Auftragskommunikation im Fuhrpark. Im Verzeichnis sind dazu 2 Produkte erfasst, relevant vor allem für 1 Branchen.
Telematik liefert mehr als Ortung: Auftragsdaten im Fahrerhaus, digitale Ablieferbelege und Statusmeldungen ersparen Rückfragen und Papierlauf. Rechtlich sind Standortdaten von Beschäftigten personenbezogen, weshalb Einführung und Umfang mitbestimmungsrelevant sind. Für den Nutzen entscheidend ist die Verbindung zum Transportmanagement, weil ein isoliertes Telematiksystem eine zweite Datenwelt erzeugt.
Gebräuchliche Bezeichnungen: Flottenmanagement, Fuhrparksoftware, Ortung.
Telematiksysteme übertragen Standort- und Fahrzeugdaten aus dem Fahrzeug an die Disposition. Sie liefern Positionen, Fahrzeiten, Verbrauch und Statusmeldungen und sind meist an das Transportmanagementsystem angebunden. Ausführlich im Glossar: Telematik im Fuhrpark
Welche Systeme infrage kommen
| Produkt | Hersteller | Betrieb | Preis | Geprüft |
|---|---|---|---|---|
| CarLo | Soloplan GmbH | Cloud | auf Anfrage | 10.09.2026 |
| WinSped | LIS Logistische Informationssysteme AG | Cloud + lokal | auf Anfrage | 10.09.2026 |
Für welche Branchen die Kategorie zählt
Abgrenzung
Telematik und Fuhrpark überschneidet sich funktional mit angrenzenden Bereichen. Wer beides getrennt beschafft, muss die Übergabe zwischen den Systemen definieren, sonst entstehen zwei Datenbestände, die auseinanderlaufen.
Telematik und Fuhrpark ist in Betriebe verschiedener Größe kein Randthema, sondern greift in den Tagesablauf ein. Diese Übersicht sammelt die Anbieter, die für dieses Gewerk dokumentiert im Einsatz sind, und zeigt, worin sie sich unterscheiden.
Woran sich Angebote unterscheiden
- Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
- Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
- Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
- Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.
Woher die Angaben stammen
Die Datenbasis entsteht durch Recherche, nicht durch Fragebögen an die Hersteller. Das hat einen Nachteil, nämlich Lücken bei allem, was nicht öffentlich dokumentiert ist, und einen Vorteil: Jede Angabe lässt sich von außen nachprüfen.
Die Liste wächst in Wellen. Ein Produkt kommt dazu, sobald Hersteller, Einsatzzweck und mindestens die Grundangaben belegt sind; vorher steht es nicht in der Tabelle.
Was in den Spalten steht
- Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
- DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
- Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.
Das vollständige Vorgehen samt Testfall für den Software-Finder steht auf der Seite Quellen und Methodik. Quellen und Methodik
Gut zu wissen
Fragen Sie konkret nach der Erreichbarkeit des Supports und nach der zugesagten Reaktionszeit. Im Störungsfall zählt das mehr als der Funktionsumfang.
Was oft gefragt wird
Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?
Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.
Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?
Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.
Gibt es kostenlose Lösungen?
Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.
Was passiert bei einem Ausfall?
Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.
Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?
Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.
Bevor ein Wechsel im Bereich Telematik und Fuhrpark ansteht, lohnt der Blick auf das bestehende System: Oft sind Funktionen vorhanden, aber nie eingerichtet worden.
Branchen-Software ist ein unabhängiges redaktionelles Angebot und kein Hersteller. Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten und wurden zuletzt am 10.09.2026 abgeglichen. Verbindlich ist die Auskunft des jeweiligen Anbieters.