Legal- und Tax-AI

Kurze Antwort

KI-gestützte Recherche, Schriftsatzanalyse und Dokumentenauswertung im Rechts- und Steuerumfeld. Im Verzeichnis sind dazu 1 Produkte erfasst, relevant vor allem für 2 Branchen.

1Produkte in dieser Kategorie
2Branchen mit Bezug

Unter Legal- und Tax-AI fassen Anbieter sehr Verschiedenes zusammen: Recherche in Rechtsprechung und Kommentarliteratur, Auswertung eingehender Schriftsätze, Entwurf von Textbausteinen, Zusammenfassung umfangreicher Akten. Für die Auswahl ist deshalb weniger das Etikett entscheidend als die Frage, welche dieser Aufgaben im eigenen Haus tatsächlich Zeit kostet. Hinzu kommt die Frage nach der Datenhaltung, die bei Berufsgeheimnisträgern eigenen Anforderungen unterliegt.

Gebräuchliche Bezeichnungen: Legal Tech, KI-Recherche, Tax-AI.

Welche Systeme infrage kommen

Legal- und Tax-AI branchenübergreifend, sortiert nach Eignung und Name
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
NWB NEONWB VerlagCloudauf Anfrage10.09.2026

Für welche Branchen die Kategorie zählt

Abgrenzung

Nicht jeder Betrieb braucht für Legal- und Tax-AI ein spezialisiertes Produkt. Häufig ist die entscheidende Frage nicht, welches System das beste ist, sondern ob der Bedarf ein eigenes System überhaupt rechtfertigt.

Der Markt für Legal- und Tax-AI ist auch für Betriebe verschiedener Größe unübersichtlich, weil Anbieter mit sehr unterschiedlichem Zuschnitt nebeneinander stehen. Diese Übersicht sortiert nach dem, was sich belegen lässt.

Auswahlkriterien

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Woher die Angaben stammen

Die Datenbasis entsteht durch Recherche, nicht durch Fragebögen an die Hersteller. Das hat einen Nachteil, nämlich Lücken bei allem, was nicht öffentlich dokumentiert ist, und einen Vorteil: Jede Angabe lässt sich von außen nachprüfen.

Kein Anbieter kann sich in dieses Verzeichnis einkaufen und keiner sich herauskaufen. Wo Provisionen möglich sind, steht das an der jeweiligen Seite, ohne Einfluss auf Aufnahme oder Reihenfolge.

Was in den Spalten steht

  • Preismodell: Abo steht für laufende Miete, meist je Nutzer und Monat. Kauf steht für eine einmalige Lizenz, in der Regel zuzüglich Wartung. Auf Anfrage heißt, dass der Hersteller keinen Listenpreis veröffentlicht.
  • DATEV-Schnittstelle: Dokumentiert heißt, dass der Hersteller eine Übergabe an DATEV ausdrücklich nennt. Nicht dokumentiert heißt nicht, dass es sie nicht gibt, sondern dass wir dazu nichts Öffentliches gefunden haben.
  • Prüfdatum: Das Datum sagt, wann wir die Angaben zuletzt gegen die Herstellerseite abgeglichen haben. Es ist kein Erscheinungsdatum und kein Hinweis auf die Aktualität der Software selbst.

Eine ausführliche Darstellung der Datenquellen und der Prüfschritte findet sich auf der Methodikseite. Quellen und Methodik

Worauf zu achten ist

Notieren Sie vor den Gesprächen drei Dinge, die das System zwingend können muss. Ohne diese Liste entscheidet sonst die beste Präsentation.

Häufige Fragen

Werden Anbieter für die Aufnahme bezahlt?

Nein. Die Aufnahme richtet sich danach, ob ein Produkt für das Gewerk eine Rolle spielt. Wo Provisionen fließen können, steht das an der jeweiligen Seite.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Für Betriebe lohnt es sich, vor den Anbietergesprächen die eigenen Muss-Kriterien festzuhalten. Ohne diese Liste entscheidet am Ende die überzeugendste Präsentation.

Hinweis: Diese Übersicht ist redaktionell zusammengestellt und ersetzt kein Angebot. Produktangaben mit Stand 10.09.2026, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.