Elektronische Patientenakte (ePA)

Auf den Punkt

Die ePA ist eine versichertenbezogene Akte, in der Befunde, Berichte und Medikationsdaten gespeichert werden. Praxen greifen aus dem Praxisverwaltungssystem über die Telematikinfrastruktur darauf zu.

Die Akte gehört der versicherten Person, nicht der Praxis. Sie entscheidet, wer worauf zugreifen darf. Für Praxen bedeutet das einen zusätzlichen Arbeitsschritt: Dokumente einstellen, vorhandene Dokumente sichten, Berechtigungen beachten.

Der Zugriff erfolgt aus dem Praxisverwaltungssystem heraus. Wie komfortabel das ist, unterscheidet sich deutlich zwischen den Systemen. Entscheidend ist, ob das Einstellen eines Befunds ein Klick im gewohnten Ablauf ist oder ein Wechsel in eine separate Oberfläche.

Wer ein Praxisverwaltungssystem auswählt, sollte sich den ePA-Ablauf konkret zeigen lassen, statt sich auf die Angabe zu verlassen, dass die Akte unterstützt wird.

Software in diesem Bereich

Im Verzeichnis sind der Kategorie Elektronische Patientenakte derzeit 2 Produkte zugeordnet.

Elektronische Patientenakte mit Betriebsart und Preismodell
ProduktHerstellerBetriebPreisGeprüft
RED MedicalRED Medical Systems GmbHCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026
tomedoZollsoft GmbHCloudAbo, kein Listenpreis10.09.2026

Alle Produkte der Kategorie Elektronische Patientenakte

Warum der Begriff für die Softwareauswahl zählt

Ob Elektronische Patientenakte (ePA) für die Auswahl wirklich ins Gewicht fällt, hängt vom Betrieb ab. In manchen Häusern ist es das entscheidende Kriterium, in anderen eine Randfunktion, die nie genutzt wird. Diese Einordnung sollte vor dem Vergleich stehen.

Nicht jeder Betrieb braucht für Elektronische Patientenakte (ePA) ein spezialisiertes Produkt. Häufig ist die entscheidende Frage nicht, welches System das beste ist, sondern ob der Bedarf ein eigenes System überhaupt rechtfertigt.

Im Betrieb

Diese Übersicht fasst zusammen, welche Anbieter im Bereich Elektronische Patientenakte (ePA) für Betriebe im deutschsprachigen Raum dokumentiert sind, welche Betriebsarten sie anbieten und wo öffentlich Preise genannt werden.

Rund um Elektronische Patientenakte (ePA) entstehen die meisten Missverständnisse zwischen Betrieb und Anbieter dort, wo Zuständigkeiten unklar sind. Software kann einen Ablauf abbilden, aber nicht entscheiden, wer ihn verantwortet. Diese Frage sollte vor der Einführung geklärt sein.

Zwischen Herstellerangabe und Alltagserfahrung liegt eine Lücke, die dieses Verzeichnis nicht schließen kann. Es sortiert den Markt vor und macht Angaben nachprüfbar; die Bewertung im eigenen Betrieb bleibt Sache derer, die damit arbeiten sollen.

Erweitert wird in Wellen, nicht kontinuierlich. Neue Branchen und Produkte kommen gebündelt dazu, wenn Marktzahlen, Kategorien und prüfbare Herstellerangaben zusammen vorliegen.

Was bei der Auswahl daran hängt

  • Datenexport: Die Frage nach dem Export der eigenen Daten gehört vor den Einstieg, nicht an das Ende der Vertragslaufzeit.
  • Auftragsverarbeitung: Wo personenbezogene Daten beim Anbieter liegen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung Pflicht, nicht Verhandlungssache.
  • Support: Erreichbarkeit und Reaktionszeit entscheiden im Störungsfall mehr als jede Funktionsliste.
  • Schnittstellen: Ein System ohne Anbindung an die vorhandene Landschaft erzeugt Doppelerfassung, statt sie abzubauen.

Ein Hinweis vorab

Notieren Sie vor den Gesprächen drei Dinge, die das System zwingend können muss. Ohne diese Liste entscheidet sonst die beste Präsentation.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Branchenlösung oder reicht ein allgemeines System?

Wo gesetzliche Vorgaben oder Abrechnungsregeln im Spiel sind, ist eine Branchenlösung meist der kürzere Weg. Bei rein kaufmännischen Aufgaben kann ein allgemeines System genügen und ist oft günstiger.

Gibt es kostenlose Lösungen?

Vereinzelt gibt es kostenfreie Einstiegsvarianten, meist mit Begrenzung auf einen Arbeitsplatz oder einen Funktionsumfang. Für den produktiven Betrieb in mehreren Händen sind sie selten ausreichend.

Was passiert bei einem Ausfall?

Zu klären ist, welche Verfügbarkeit zugesagt wird, wie der Support im Störungsfall erreichbar ist und ob es einen dokumentierten Ersatzweg gibt. Gerade bei cloudbasierten Systemen ist das der entscheidende Punkt.

Wie viele Arbeitsplätze rechnen sich?

Bei Mietmodellen wächst der Preis linear mit den Nutzern, bei Lizenzmodellen sinkt der Preis je Platz oft mit der Menge. Der Vergleich lohnt über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren, nicht über einen Monat.

Verwandte Begriffe

Die Liste oben ist ein Ausgangspunkt, kein Ergebnis. Welche Lösung für einen konkreten Betrieb trägt, entscheidet sich an den Anschlüssen und an der täglichen Bedienung.

Branchen-Software ist ein unabhängiges redaktionelles Angebot und kein Hersteller. Angaben stammen von den öffentlichen Herstellerseiten und wurden zuletzt am 10.09.2026 abgeglichen. Verbindlich ist die Auskunft des jeweiligen Anbieters.